„Brauchen wir eine MieterInnengewerkschaft?“ Ergebnisse der Veranstaltung am 24.6. im südblock

Die gesamte Veranstaltung wurde von reboot fm mitgeschnitten und gesendet. Interessierte können sie hier nachhören:

 https://soundcloud.com/rebootfm/2014-06-29-kotti-mp3

Während unserer Diskussion bemühten sich zwei Aktivistinnen die gemachten Vorschläge auf großen Tafeln fest zu halten.

Wir veröffentlichen hier die Zusammenfassung:

Brauchen wir eine Mieter*_Innengewerkschaft?“ am 24.6.2014

PRO:

  • starke Interessenvertretung, Verhandlungsmacht

  • Dach für Basisaktivitäten

  • Fähigkeit zum Mietstreik

  • Sie kann der mit Armut verbundenen Scham begegnen

  • BMG ist wie ADAC für MieterInnen

  • Rechtsberatung, Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung bei Schriftverkehr, Hausversammlungen

  • transformative community organizing wird möglich

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Geld, Räume

  • Rechtsschutz

  • Recherche

  • Arbeitsteilung??

                  • Vernetzung

                  • Repräsentation

                  • Ressourcen

                  • Wachstum/ Massenorganisation

                  • Durchsetzungskraft

CONTRA

  • Deutsche Gewerkschaften sind kein gutes Beispiel

  • MieterInnen sind sehr unterschiedlich: die einen haben Geld, die anderen nicht

  • Obdachlose und Refugees müssen bei Organisierung dabei sein

  • Interessenvertretung führt zu Hierarchisierung und Stellvertretung

  • wird der Vielfalt der bestehenden Netzwerke nicht gerecht

  • besser Zusammenarbeit in Netzwerken als in Einheitsorganisation

Initiativen und Vereine

  • Zersplitterter Gegner ; Individualisierung

  • MieterInnengewerkschaft kann keinen ökonomischen Kampf führen.

  • Lieber bestehende Strukturen optimieren statt was neues gründen

  • Sollten nicht auch „echte“ Gewerkschaften Mietenkämpfe führen??

WIE KÖNNTE EINE MIETERINNENGEWERKSCHAFT AUSSEHEN?

  • Selbstrepräsentation

  • Basis müssen MieterInnenräte sein (Häuser, WBG, Bezirke etc.)

  • Aus-(Handlungsmacht) durch Streik

  • gegenseitige Aufklärung über Rechte

  • mit der Gewerkschaft kann die EIGENTUMSFRAGE gestellt werden.#

  • Beratung von Initiativen/ Hausversammlungen/ einzelne MieterInnen/ Kampagnen/ „politische“ Arbeit

  • Gewerkschaft vs. Netzwerk vs. Plattform

  • Gewerkschaft kann nur schrittweise aus der Bewegung organisiert werden, z.B. zusammen mit Volksentscheid u.a. Kampagnen.

  • Transformatives organizing wie in den 30,40, 50 er Jahren in USA wäre gutes Beispiel

  • Erst eine Gewerkschaft wäre aufgrund ihrer Stärke in der Lage, Ausweich-Häuser oder -wohnungen zur Verfügung zu stellen.

  • Könnte wichtige Hilfe bei Recherchen geben (z.B. über Hausbesitzer..)

  • Gemeinsame Analysen der verschiedenen Spektren

  • ökonomische Kämpfe sind wegen der Einzelvermieter sehr schwierig zu füghren.

  • Die BMG ist kein äußerfliches Thema, weil die Mehrzahl der Anwesenden Mitglieder sind. (Kommt evtl. in eine Folgeveranstaltung)

WIE GEHTS WEITER?

  • Folgeveranstaltung evtl. Veränderung der BMG wann?

  • Wie kommen wir zu Kristallisationspunkten?

  • Mietenvolksbegehren / Organisation

  • Zentrale Zusammenführung von Ressourcen, Wissen und Rechercheergebnissen, damit alle Initiativen Zugriff darauf haben

  • Kontinuitäten ermöglichen

  • Vorbereitung von Blockaden oder Besetzungen, an denen ALLE teilnehmen.